Bericht Ungarn 2011

THEO …………………….. wir fahr ´n nach Páka!!!

 

 

Kurz vor Erreichen des Ziels Páka in Ungarn stimmten die Mitglieder des Heidemusikcorps „Kraniche“ Wesendorf spontan in dieses Lied mit ein.

 

Bereits 22 Jahre zuvor, im Jahr 1989, besuchte der damalige Fanfarenzug unter der Leitung von Wilhelm Bindig, der auch der Partnerschaft mit Páka vorsteht, erstmalig den kleinen Ort in Ungarn.

Lange Zeit war es nicht möglich, die Mitglieder des HMC für eine Fahrt nach Ungarn zusammen zu bekommen.

Aber pünktlich zum Jubiläum hat man es geschafft, die Feierlichkeiten in Páka in die Herbstferien zu legen. Damit hatte man eine spielfähige Truppe, die sich sofort willig zeigte nach Ungarn zu reisen.

 

Viele Vorbereitungen mußten vom Vorstand erledigt werden. Einreise- und Ausreisebestimmungen, Impfvorschriften und Checklisten mußten erarbeitet werden.

Aber der Vorstand hat Hand in Hand diese Aufgabe gemeistert.

Auch die Zusammenarbeit mit dem Partnerschaftskreis war sehr fruchtbar.

 

Die Übungsabende wurden intensiver, da wir gebeten wurden, die Ungarische Hymne dort bei den Feierlichkeiten, wo auch hohe politische Gäste erwartet wurden, zu spielen.

 

Am Tag vor der Abfahrt wurden schon die ersten Gepäckstücke im Schießstand Wesendorf eingelagert.

 

 

Dann kam der Tag der Abreise. 18 Stunden Busfahrt waren geplant. Da galt es sich zu verpflegen und bequem zu kleiden.

Der Gepäckraum war voll mit Gepäck und Instrumenten, so dass einige Dinge auf die Sitze positioniert werden mußten.

Da der Bus nur halb besetzt war, ist dies kein Problem gewesen. Die Fahrt war trotz Schlafmangels durch Aufregung recht angenehm. Als die Grenze von Österreich nach Ungarn durchfahren wurde, wurde allen schnell klar, dass man hier nicht an westliche Standards denken sollte. Aber die Stimmung blieb ungetrübt und die Kraniche legten die restliche Strecke nach Páka singend zurück und sammelten Bereits die ersten Eindrücke von Ungarn.

 

Der Empfang in Páka war recht herzlich und es gab gleich eine herzhafte Mahlzeit im Park Étterem. Danach fuhr man uns in die Residenz Gladiator, welche ein Herrensitz war.

Diese wurde extra für uns hergerichtet.

Nach dem Ausladen und dem Beziehen der Zimmer gab es eine „ungarische“ Vorstandssitzung über das weitere Programm.

Dann hieß es umziehen und Marschfertig machen.

Wir marschierten mit klingendem Spiel durch den Ort zum Kulturzentrum um den Bus mit den anderen Teilnehmern in Empfang zu nehmen.

Dabei scharrten sich viele Einwohner um uns, da so was dort nicht oft zu sehen und hören ist.

Pünktlich auf die Minute kamen wir und die anderen Reisenden zum Empfang am Kulturhaus an.

Sehr zur Freude von Wilhelm Bindig 😉

 

Im Anschluss an den Empfang machten Andrea, Lars, Jessica, Manuela zusammen mit Wilhelm Bindig und Aniko einen kleinen Rundgang durch Páka.

Der Rest ruhte sich im Gladiator oder im Eden Étterem von den Strapazen aus.

Doch wir wären nicht die Kraniche, wenn wir nur faul auf der Haut liegen würden.

 

Am Samstagmorgen sind wir nach dem Frühstück zum Wecken der Einwohner an der Schule angetreten und spielten dort einige Stücke. Von dort ging es mit Musik zum Kulturzentrum mit einem Zwischenhalt am Eden.

Wir eröffneten die Nationalen Feierlichkeiten mit dem Spielen der deutschen und der ungarischen Hymne. Emotional Ergriffen stimmten die Zuschauer und Gäste mit ein.

Zum Abschluss spielten wir noch einige Kracher und ernteten viel Applaus.

Andrea überreicht noch eine Gedenktafel (gemalt von Gerhard Eib) zu unserem Besuch.

Der Fehlerteufel hatte sich eingeschlichen und 25 statt 20 Jahre auf die Tafel gemalt.

Andrea ließ souverän verlauten, dass wir dann einfach in fünf Jahren noch mal nach Ungarn kommen.

 

Keine Zeit zum verschnaufen: Wir wurden direkt nach Ende der Feierlichkeit zur Einweihung der Bunker-Gedenkanlage gefahren.

Auch hier gab es viele emotionale Momente, als wir nochmals die Hymne und Ich hatte einen Kameraden spielten.

Es folgten einige Darbietungen der Einwohner und eine Gefechtsübung der Armee mit historischen Waffen und Uniformen.

Nach dem Mittagessen kam dann etwas Ruhe in den Zug.

Es ging nach Zalakaros. Die Wasserratten konnten sich dort im sehr schönen Thermalbad austoben.

Der Rest schlenderte über eine kleine Einkaufsmeile und fand sich dann in einer gemütlichen Gaststätte ein.

Die Rückfahrt am Abend war das Highlight mit Ihren Serpentinen, Brücken und Steilhängen. Sie wird für alle unvergessen bleiben!!!(anmerk. Vater unser, der du bist im Himmel…..usw.)

 

Der Sonntag startete auch wieder sehr früh. Nach dem Frühstück ging es zur Kirche und der Kranzniederlegung am dortigen Mahnmal.

Von dort setzte sich alles in Richtung Friedhof in Bewegung.

Hier am Grabe zweier ungarischen und zweier deutschen unbekannten Soldaten wurden ebenfalls Kränze niedergelegt. Andrea und Jessica umrahmten dies mit Ich hatte einen Kameraden.

Wieder zurück im Kulturzentrum besuchten wir die Ausstellung der heimischen Künste.

Die Kinder versuchten sich in vielen Handwerksbereichen selbst.

Beim gemeinsamen Gulaschessen kam man sich untereinander näher.

Dann ging es im Laufschritt zur Kirche, da dort ein Wesendorfer Paar heiratete und wir natürlich Spalier stehen wollten und das Paar auf dem Weg zum Festsaal zu begleiten.

Dort spielten wir sehr zur Freude aller Anwesenden zum Tanz auf und ließen dem Bräutigam Axel keine Pause.

Später feierten alle Ausgelassen beim Tanzabend.

Man tauschte sich aus und neue Freundschaften wurden geschlossen.

 

Nach einer kurzen Nacht ging es am Montag in die Schule, wo wir herzlich Empfangen wurden.

Nachdem wir die Schüler und Lehrer mit unseren Stücken und einer spontanen Polonaise begeisterten, bedankten sie sich mit Sprechchören:

„Es war schön!“

Während der anschließenden Führung durch die Schule wurde die Tatsache einer drohenden Schließung der Schule wegen der rückläufigen Schülerzahlen immer deutlicher. Da die Schule bald verstaatlicht wird, ist eine Schließung sehr wahrscheinlich. (Da muß man doch was tun können!!!)

Nach dem Rundgang gaben wir Autogramme.

JA Richtig!!!

Wir haben jetzt Groupies.

In Ungarn kennt man Spielmannszüge nicht wirklich und die wenigen Orchester stellt das Militär.

Nach dem Abschied von der Schule eilten wir zum Öveges-Haus, welches neu hergerichtet wurde zum Museum für den Nationalhelden.

Während der Besichtigung stellten wir fest, dass wir am restlichen Programm nicht teilnehmen konnten, da wir ja packen mußten.

Schade, aber ansonsten hätten wir die Zeit nicht gepackt, da um 18Uhr der Bus zum Beladen kam.

Nach einem traurigem Abschied von Lady, unserem treuen Hof- und Wachhund, der uns auf dem Gelände des Gladiators sehr gut bewacht hat und zu ausgiebigen Kuschelanfällen neigte, fuhren wir ein letztes Mal zum Abendessen ins Parkrestaurant.

Es war ein emotional geladener Abschied.

Tibor, der Bürgermeister brachte kleine Päckchen mit Andenken und Fresspakete für die Rückfahrt mit.

Im Gegenzug steckte Andrea Ihm eine Kranich-Nadel an die Brust, welche er mit stolz zu tragen wusste.

Etwas Spät aber satt starteten wir zur Heimreise. Einige Kraniche waren so ausgelaugt, dass sie fast durchschliefen. Aber auch der harte Kern verschlief die eine oder andere Pause.

Nach dem Fahrerwechsel haben die Kraniche ein Gebet ausgesprochen… Nicht böse sein Pierre. (Entstand durch einen Busfahrerwitz).

Am Dienstag pünktlich um 12 Uhr kamen wir wohlbehalten in Wesendorf am Schießstand an, luden aus und machten uns auf nach Hause. Der Rest des Tages endete für viele auf „2Meter“ oder Sofa.

 

 

 

 

Alle sind sich aber einig: ES WAR SCHÖN!!!

 

Danke an alle, die dies ermöglichten.

(Anmerk. Die nächsten Fahrten nach Frankreich und Páka sind bereits im Gespräch und wir würden gern wieder mitfahren.)